Museum des Wandels

In den letzten 150 Jahren hat sich die Arbeitswelt stark verändert. Unser Arbeitsalltag ist wesentlich schneller geworden, technische Errungenschaften haben viele Arbeitsschritte erleichtert, jedoch auch zahlreiche Berufe überflüssig gemacht. Wer kennt sie heute noch, die Blaudrucker oder Weißnäherinnen, die Buchstabengießer oder Laternenanzünder, die Weichensteller oder Aufzugführer?

Im Erdgeschoss der Schaffarei zeigt das Museum des Wandels, wie sich diese Veränderungen auf einzelne Menschen ausgewirkt haben. Zweimal im Jahr porträtiert die Schaffarei anhand zweier Objekte und eines Interviews ein individuelles Arbeitsleben. Mit der Zeit werden diese Geschichten ein digitales Museum des Wandels bilden.

Krankenschwester Anni Raid

Krankenschwester Anni Raid – ein Leben für die Herzgesundheit

Im Mittelpunkt der dritten Ausstellung im Museum des Wandels steht Anni Raid. Als eine Allergie ihren Traumberuf als Krankenschwester bedrohte, musste sie sich neu orientieren und baute am Krankenhaus in Bregenz die Remobilisierung mit Herzinfarktpatient:innen auf. Heute ist sie 90 Jahre und leitet noch immer eine Turngruppe für Herzpatient:innen. Das Museum des Wandels porträtiert, wie sich ihr Arbeitsleben im Laufe der Zeit verändert hat.

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Ausstellung
10.11.–10.12.22
Mo bis Fr, 9 – 18 Uhr

Kuratierung: Michaela Feurstein-Prasser
Fotografie: Hanno Mackowitz
Film & Schnitt: Stefan Krösbacher

Rückblick: Hebamme Agnes Meyer – aus dem Arbeitsleben einer Wegbegleiterin

Im Mittelpunkt der zweiten Ausstellung im Museum des Wandels stand Agnes Meyer. Als Hebamme hat sie in mehr als drei Jahrzehnten über 13.000 Frauen auf die Geburt vorbereitet und rund 6.000 Geburten begleitet. Während ihres langen Berufslebens hat sich in der Geburtshilfe viel verändert.

Die Ausstellung lief von 24. März bis 24. Juni 2022

Mehr über die Ausstellung zu Agnes Meyer

Kuratierung: Michaela Feurstein-Prasser
Fotografie: Hanno Mackowitz
Film & Schnitt: Stefan Krösbacher

Rückblick: Werner Albrecht - ein Pionier des modernen Skischuhs

In Rahmen der ersten Ausstellung im Museum des Wandels präsentierte das Haus für Arbeitskultur mit Werner Albrecht einen Schuhmacher aus Au im Bregenzerwald, der als Pionier des modernen Skischuhs gilt.

Die Ausstellung lief von 9. September bis 4. Dezember 2021

Mehr über die Ausstellung zu Werner Albrecht

Kuratierung: Michaela Feurstein-Prasser
Fotografie: Hanno Mackowitz
Film & Schnitt: Stefan Krösbacher

Michaela Feurstein-Prasser

Die Kuratorin: Dr. Michaela Feurstein-Prasser

Michaela Feurstein-Prasser lebt und arbeitet in Wien. Sie studierte Romanistik und Geschichte und promovierte über französische Besatzungspolitik in Österreich nach 1945. Von 1993 bis 2010 arbeitete sie im Jüdischen Museum Wien in verschiedenen Funktionen, zunächst als Leiterin der Vermittlungsabteilung, dann als Kuratorin.

Seit 2011 ist sie freie Kuratorin und Kulturvermittlerin, teilweise in der Arbeitsgemeinschaft xhibit.at gemeinsam mit Felicitas Heimann-Jelinek. Sie ist Programmkoordinatorin des Curatorial Education Programme der Association of European Jewish Museums, hat zahlreiche Ausstellungen kuratiert, etwa für das Jüdische Museum Hohenems, für das Jüdische Museum Frankfurt und das Wien Museum. Publikationen veröffentlichte sie unter anderem zur französischen Besatzungspolitik und jüdischen Geschichte Österreichs.

Ein Projekt der Schaffarei – Haus für Arbeitskultur