Die Teilnehmer:innen im Porträt

3 Fragen zur Zukunft der Arbeit

Wolfie Christl

Überwachungsforscher, Techniksoziologe und Erwachsenenbildner

 

Wie stellst du dir die Zukunft der Arbeit vor?

Im Optimalfall nehmen uns die Maschinen alle Arbeit ab. Da wir aus der Geschichte wissen, dass Automatisierung meist zum Gegenteil geführt hat, bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als auf eine gerechte Gestaltung von Digitalisierung zu pochen.

Welche Kenntnisse und Kompetenzen brauchen wir dafür?

Um als ArbeitnehmerInnenvertretung im digitalen Zeitalter eine gute Verhandlungsposition zu behaupten und Mitbestimmung durchzusetzen, muss sie mehr technisches und rechtliches Wissen aufbauen und neue Organisationsformen entwickeln.

Wer sind die Gewinner und Verlierer?

Der sich stetig beschleunigende Technokapitalismus könnte noch größere Teile der arbeitenden Bevölkerung an den Rand drängen oder in digital kontrollierte Roboter verwandeln, während kleine technokratische Eliten am Hebel sitzen. Das gilt es zu verhindern.

Universitätsassistent (prae doc) Centre of Informatics and Society (C!S)


Wie stellst du dir die Zukunft der Arbeit vor

Die digitale Transformation der Gesellschaft eröffnet für mich zwei Zukunftsvisionen. In der utopischen Variante erlauben uns Digital- und Automatisierungs-Technologien ein ungeahntes Potential für Selbstbestimmung und Freiheit, erfüllende Tätigkeiten, und reduzierte Belastung im Arbeitsleben: wo, wann, wie viel und was wir arbeiten könnte viel öfter von uns selbst statt von äußeren Umständen und Zwängen bestimmt sein. In der dystopischen Variante hingegen wird der Mensch durch Automatisierung ersetzt, überwacht, und als Rohstoff für die Datengewinnung gesehen. Die digitalen Technologien der Zukunft und Gegenwart tragen das Potential für beide Varianten in sich, und es liegt an uns, die Zukunft der Arbeit im Sinne eines digitalen Humanismus menschenzentriert und klimafreundlich zu gestalten.

Welche Kenntnisse und Kompetenzen brauchen wir dafür?

Digitale Kompetenzen sind sicherlich zentral, und nicht nur, weil sie zu Verständnis und Bedienung digitaler Technologien nötig sind: Kritisches Verständnis von und wohlüberlegte Reflexion über digitale Technologien erlaubt es uns auch, das richtige Werkzeug für die richtige Aufgabe zu wählen, und nicht jedem Hype aufzusitzen.

Wer sind die Gewinner und Verlierer?
Technologischer Wandel sollte nachhaltig passieren: dann können negative Konsequenzen im Vorhinein abgeschwächt, und positives Potential maximiert werden, und wir müssen nicht in Dichotomien von Gewinnern und Verlierern denken!

Researcher, Stellvertretender Forschungsgruppenleiter Digital Technologies
Institut für Creative\Media/Technologies

 

Wie stellst du dir die Zukunft der Arbeit vor?

Auf der einen Seite, im administrativen Bereich, wird Home Office vermehrt angeboten werden. Firmenzentralen werden zu Schaltwerken, wo man nur in bestimmten Fällen physisch erscheinen muss. Dadurch verschwimmen die Grenzen zwischen privat und dienstlich. Hier wird es wichtig, darauf zu achten, dass die Dienstnehmer:innen mit dieser Situation umgehen und auch abschalten können.Andererseits, im produktiven Bereich, wird die Überwachung der DienstnehmerInnen weiter voranschreiten, da die Technologie es immer leichter ermöglicht. Hier gilt es klar dagegenzustehen um den „gläsernen MitarbeiterIn“ zu vermeiden.

Welche Kenntnisse und Kompetenzen brauchen wir dafür?

Ich glaube, dass die Corona Situation gezeigt hat, dass die digitalen Skills in der Bevölkerung grundsätzlich vorhanden sind. Arbeit wird in Zukunft immer virtueller und interaktiver, hier brauchen wir Lösungen für Teambuildung, Shared Offices und sozialen Aktivitäten im Beruf. Immerhin ist der Mensch ein soziales Wesen, das Gesellschaft braucht.

Wer sind die Gewinner und Verlierer?

Verlierer werden vermutlich die ArbeitnehmerInnen sein, die ihren Beruf nicht aus Überzeugung, sondern aus Notwendigkeit ausführen. Jemand der arbeitet, weil er/sie muss, wird die Chancen einer positiven Mitbestimmung nicht erkennen und dadurch an Boden verlieren. Weiters müssen systemrelevante Berufe besonders geschützt werden, denn hier gibt es oft sehr wenig Mitbestimmung, obwohl diese Berufe für ein Funktionieren der Gesellschaft essentiell sind.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Political Data Science der Hochschule für Politik (HfP) an der TUM

 

Wie stellst du dir die Zukunft der Arbeit vor?

Zukünftig werden noch mehr Arbeitsprozesse digitalisiert und somit quantitativ auswertbar gemacht. Dies führt auf der Seite der Arbeitnehmer:innen zu einer weiteren Rationalisierung der Arbeit: Arbeitsaufgaben fallen weg oder werden ersetzt. Gleichzeitig entstehen massenweise Daten über die jeweiligen Arbeitsprozesse und die darin agierenden Arbeitnehmer:innen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Auseinandersetzung mit den sich ständig entwickelnden, digitalen Arbeitsprozessen und der darin stattfinden Sammlung, Aufbereitung und Auswertung von Daten.

Welche Kenntnisse und Kompetenzen brauchen wir dafür?

Um das leisten zu können, liegt die Schlüsselkompetenz einerseits in einer kontinuierlichen Adaptierbarkeit an diese digitale Entwicklung der Arbeitswelt. Anderseits besteht die Herausforderung darin, die Arbeitnehmer:innen so zu qualifizieren, dass sie die an sie gestellten Anpassungsmaßnahmen und die damit verbundene digitale Technologie kritisch überprüfen können. Nur so wird es möglich, ungewollte und unerwünschte Effekte oder Fehlentwicklungen zu erkennen und Maßnahmen dagegen zu ergreifen. 

Wer sind die Gewinner und Verlierer?

Die Gewinner und Verlierer diese Entwicklung lassen sich heute noch nicht genau benennen. Allerdings lässt sich zunehmend die Tendenz erkennen, dass das Nutzungspotenzial von digitalen Arbeitsmitteln ausschließlich auf Unternehmensinteressen zugeschnitten ist und die Interessen der Arbeitnehmer:innen (völlig) vernachlässigt werden.

Institutsleitung L&R Sozialforschung

 

Wie stellst du dir die Zukunft der Arbeit vor?

Eine positive Vision ist, dass Digitalisierung dabei unterstützt die Erwerbsarbeit im Sinne der Beschäftigten und nicht nur im Sinne der Konzerne besser zu machen. Dazu müssen die Beschäftigten besser in die Entwicklung eingebunden werden.

Welche Kenntnisse und Kompetenzen brauchen wir dafür?

Neben allgemeinen und fachspezifischen Kenntnissen vor allem auch eine Vorstellung, was alles möglich sein könnte.  

Wer sind die Gewinner und Verlierer?

Tendenziell werden Ungleichheiten verstärkt – Konzerne, Beschäftigte in höheren Positionen bzw. auf guten Arbeitsplätzen profitieren, Beschäftigte in ohnehin schon prekären Jobs oder hierarchisch niedrigeren Positionen haben oft das Nachsehen.

BEST – Die Beratungsstelle für Betriebs-, Personalräte und Mitarbeitervertretungen im Saarland

 

Wie stellst du dir die Zukunft der Arbeit vor?

Moderne Technologien und intelligente Werkzeuge sollen den Menschen in Zukunft bei seiner Arbeit unterstützen. Dabei sollen sich Mensch und Technik gegenseitig ergänzen, nicht ersetzen. Diese Technologien müssen von Anfang an gemeinsam mit allen Beteiligten menschengerecht gestaltet werden.

Welche Kenntnisse und Kompetenzen brauchen wir dafür?

Ein gewisses technisches Verständnis ist dafür unumgänglich. Dieses muss in entsprechend angepassten Schulungsangeboten bedarfsgerecht vermittelt werden. In den vor uns liegenden Transformationsprozessen spielt das Thema Weiterbildung eine entscheidende Rolle.

Wer sind die Gewinner und Verlierer?

Vorausgesetzt, die Arbeit der Zukunft wird partizipativ und co-kreativ in einem ganzheitlichen Kontext gestaltet, dann können – neben den Technologie-Providern – sowohl die Beschäftigten als auch die Betriebe an sich zu den Gewinnern zählen. Verlierer werden die sein, die nicht abgeholt werden.

BEST – Die Beratungsstelle für Betriebs-, Personalräte und Mitarbeitervertretungen im Saarland

 

Wie stellst du dir die Zukunft der Arbeit vor?

Moderne Technologien und intelligente Werkzeuge sollen den Menschen in Zukunft bei seiner Arbeit unterstützen. Dabei sollen sich Mensch und Technik gegenseitig ergänzen, nicht ersetzen. Diese Technologien müssen von Anfang an gemeinsam mit allen Beteiligten menschengerecht gestaltet werden.

Welche Kenntnisse und Kompetenzen brauchen wir dafür?

Ein gewisses technisches Verständnis ist dafür unumgänglich. Dieses muss in entsprechend angepassten Schulungsangeboten bedarfsgerecht vermittelt werden. In den vor uns liegenden Transformationsprozessen spielt das Thema Weiterbildung eine entscheidende Rolle.

Wer sind die Gewinner und Verlierer?

Vorausgesetzt, die Arbeit der Zukunft wird partizipativ und co-kreativ in einem ganzheitlichen Kontext gestaltet, dann können – neben den Technologie-Providern – sowohl die Beschäftigten als auch die Betriebe an sich zu den Gewinnern zählen. Verlierer werden die sein, die nicht abgeholt werden.

RWTH Aachen Lehrstuhl für Technik und Gesellschaft

 

Wie stellst du dir die Zukunft der Arbeit vor? 

Die durch die COVID-19-Pandemie beschleunigte digitale Transformation der Arbeitswelt eröffnet einerseits neue Optionen zur Flexibilisierung und Individualisierung von Beschäftigungsverhältnissen. Andererseits bietet die fortschreitende Informatisierung ebenso zuvor kaum realisierbare Möglichkeiten zur hochauflösenden Standardisierung und Kontrolle von Arbeitsabläufen. Welche Effekte der digitale Transformation von Arbeit jeweils hervortreten – ob etwa ein großes Unternehmen durch die Einführung digitaler Arbeitsplattformen wendig wie ein Start-up wird oder es zu einer Verhärtung der bürokratischen Strukturen kommt, bestimmt sich vor allem anderen aus den konkreten Implementationsweisen.

Welche Kenntnisse und Kompetenzen brauchen wir dafür?

Die jeweils in Anschlag gebrachten informationstechnischen Strukturen sollten zu einem zentralen Ansatzpunkt arbeitspolitischer Intervention werden. Eine solche Intervention setzt nicht nur ein grundlegendes Verständnis informationstechnischer Strukturen sowie ein hinreichendes Wissen über deren Rückwirkungen voraus, sondern auch belastbare rechtlich-regulative Instrumente, die eine Einsicht in deren Funktionsweisen garantieren. Die arbeitspolitische Intervention sollte bereits in den frühen technischen Entwicklungs- und Prototypisierungsphasen ansetzen – denn einmal implementierte Plattformstrukturen lassen sich nur noch mit viel Aufwand reformieren.

Wer sind die Gewinner und Verlierer?

Für viele Arbeitnehmer:innen gehen mit der digitalen Transformation der Arbeit zuvor kaum vorstellbare zeitliche und örtliche Spielräume wie auch neue Notwendigkeiten zur Selbstorganisation und Selbstkontrolle einher. Insbesondere auf dem Feld der Gig- und Cloudwork führt die plattformzentrierte Vermittlung von Arbeit bis dato vor allen Dingen zu der Herausbildung neuartiger volatiler Arbeitsverhältnisse, in denen unternehmerische Fürsorgepflichtenunterlaufen und Regulierungslücken konsequent ausgeschöpft werden. Insofern gilt es, Möglichkeiten zur ordnungspolitischen Einhegung zu entwicklen, die einer Erosion des langfristig verfestigten Systems der Regulation von Erwerbsarbeit entgegenwirken können.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektleiterin Bereich „Arbeit und Chancengleichheit

Wie stellst du dir die Zukunft der Arbeit vor?

Bei solchen Fragen reizt es, Utopien zu entwickeln: Eine gerechtere Verteilung von Erwerbsarbeit und Sorgearbeit – global und zwischen den Geschlechter – , eine 30-Stunden Woche, gute Arbeitsbedingungen und eine Aufwertung der Tätigkeit in derzeitigen Billiglohnsektoren, damit Menschen von ihrer Arbeit leben können, wären mein Wunsch.

Welche Kenntnisse und Kompetenzen brauchen wir dafür?

Die Entwicklung in Europa zeigt, dass in vielen gesellschaftlichen Bereichen digitale Grundkenntnisse wichtig sind und immer wichtiger werden. Doch selbst wenn mit der Digitalisierung neue Berufe entstehen und einzelne an Bedeutung verlieren werden Fertigkeiten des Menschen weiter benötigt werden. Bei selbst fahrenden Zügen benötigt es etwa weiterhin eine Überwachung der Fahrt. Digitalisierung und Technisierung führen daher unter Umständen zu einer Verschiebung der Berufsbilder, sie führen aber nicht automatisch zu einer Entwertung menschlicher Arbeitskraft.

Wer sind die Gewinner und Verlierer?

Wer Gewinner:innen und Verlierer:innen sind hängt davon ab, wie wir neue Technologien einsetzen. Wichtig ist, dass technischer Fortschritt zu Gunsten der Arbeitnehmer:innen eingesetzt wird und nicht zur Vertiefung sozialer Ungleichheiten beiträgt.

Researcher Institut für IT Sicherheitsforschung

(Foto © Alexander Gotter, alexgotter.com)

 

Wie stellst du dir die Zukunft der Arbeit vor?

Besser verteilte und stundenmäßig stark reduzierte Lohnarbeit, mehr Wertschätzung für Sorgearbeit, zivilgesellschaftliches Engagement und kreative Betätigung.

Welche Kenntnisse und Kompetenzen brauchen wir dafür?

Das Anerkenntnis, dass die Weitergabe der Produktivitätszuwächse in Form von Arbeitszeitverkürzung seit Jahrzehnten ausständig und dadurch massiv überfällig ist.

Wer sind die Gewinner und Verlierer?

Gewinnen werden dadurch wir alle; verlieren wird das eine Prozent.

GPA Grundlagenabteilung

 

Wie stellst du dir die Zukunft der Arbeit vor?

Digitalisierung als einer der vorherrschenden Megatrends wird auch die Arbeitswelt der Zukunft prägen und in immer kürzerer Halbwertszeit Veränderungen bewirken. Diese technologischen Transformationsprozesse haben viel Potenzial im Sinne Guter Arbeit. Das gilt es zu nutzen und zu gestalten, um in der Zukunft gesunde, lernförderliche und sinnstiftende Arbeit, persönliches Wohlbefinden und soziales Miteinander möglich zu machen.

Welche Kenntnisse und Kompetenzen brauchen wir dafür?

Wir brauchen dafür sicher nicht nur digitale und technologische Fertigkeiten, sondern ebenso soziale, emotionale und kreative Fähigkeiten. Aus- und Weiterbildung mit entsprechendem Weitblick sind demnach Schlüsselaufgaben, die nicht nur selbstverantwortlich erfüllt werden können, sondern für die es auch die passenden Rahmenbedingungen bei der Arbeit braucht. Wichtigste Grundlagen dafür sind eine gerechte und ausgewogene Verteilung der Arbeit und der Ausbau der sozialen Sicherungssysteme.

Wer sind die Gewinner und Verlierer?

Als Gesamtgesellschaft können wir uns eine Entwicklung nicht leisten, in der wenige unverhältnismäßig gewinnen und eine große Mehrzahl zu VerliererInnen wird. Daher ist auf vielen Ebenen anzusetzen und viele Gestaltungsfelder zu nutzen, um Ausgleich zu schaffen und auch für breite gesellschaftliche Teilhabe sowie gute Arbeitsbedingungen zu sorgen. Die Anwendung und Stärkung der Mitbestimmung der ArbeitnehmerInnen ist auch angesichts des digitalen Wandels daher so unerlässlich wie eh und je.

Senior Referentin

Wie stellst du dir die Zukunft der Arbeit vor?

Die Zukunft der Arbeit gewinnt durch das Potenzial von Mensch-Maschinen-Kollaboration neue Chancen, Inspiration und Gesundheitsbewusstsein.

Welche Kenntnisse und Kompetenzen brauchen wir dafür?

Dafür muss eine sichere direkte Zusammenarbeit mit Menschen sichergestellt werden, der/die MitarbeiterIn frühzeitig in Implementierungsprozesse eingebunden werden und entsprechende Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen angeboten werden.

 Wer sind die Gewinner und Verlierer?

Die Gewinner sind auf jeden Fall jene, die Chancen durch die Digitalisierung rechtzeitig nutzen und technologische Entwicklungen als Unterstützung ansehen. Die Verlierer nehmen die Potenziale der digitalen Transformation nicht wahr und schaffen sich selbst Barrieren. 

Geschäftsführer FORBA (www.forba.at)

 

Wie stellst du dir die Zukunft der Arbeit vor?

Die Arbeit wird vielfältig und variantenreich bleiben, aber in vielen Bereichen auch sehr stark in Verbindung mit technischen Geräten stattfinden. Neben mobilen Geräten werden Bildschirmbrillen vermehrt eingesetzt und den klassischen Bildschirmarbeitsplatz zurückdrängen. Kollaboration, d.h. technikunterstützte Interaktion mit Kolleg:innen und Kund:innen wird zunehmen und digitale Plattformen werden die dafür notwendigen Informationen geräteübergreifend und jederzeit zur Verfügung stellen. Fachwissen wird in ausgewählten Branchen weiterhin von großer Bedeutung sein und menschliche Arbeitskraft wird durch Technik unterstützt aber nicht ersetzt.

Welche Kenntnisse und Kompetenzen brauchen wir dafür?

Neben den Fähigkeiten und Kenntnisse für einen professionellen Umgang mit (neuartigen) technischen Geräten wird die Kund:innenorientierung noch mehr an Bedeutung gewinnen, sowie das Denken in (zum Teil betriebsübergreifenden) Prozessen. Die damit verbundene vermehrte Kollaboration wird Offenheit und Flexibilität der Beschäftigten erfordern.

Wer sind Gewinner und Verlierer?

Vorteile haben Beschäftigte, die prozessorientiert und über die eigene Fachgrenzen hinweg denken und wirken können. Menschen, die sich in flexiblen Arbeitsumgebungen „schwer tun“, werden besonders zu unterstützen sein. Auf der Makroebene werden hoffentlich nicht globale Konzerne die Gewinner sein, sondern eine solidarische Gesellschaft und die Umwelt!

Institut für Sozialwissenschaften

 

Wie stellst du dir die Zukunft der Arbeit vor?

Produktion und Distribution von Gütern in den Händen von Maschinen, Robotern und Expert:innen. Verlagerung der meisten menschlichen Kapazität in die Organisation der Weltgemeinschaft, um Konflikte und Partikularinteressen zu minimieren und das Miteinander / das Gemeinwohl zu maximieren. Vom Materialismus zum Humanismus.

Welche Kenntnisse und Kompetenzen brauchen wir dafür?

Die soziale Ordnung einer Gemeinschaft ist nichts absolutes / festgeschriebenes, sondern nur etwas relatives / zugeschriebenes; Sie entsteht in wechselseitiger Abhängigkeit ihrer Akteure und deren Absichten. Ist unsere Absicht / Haltung wertschätzend, ermutigend und von einem tiefgreifenden Verständnis und Gespür für das Miteinander geprägt, wird ziviles und staatliches Verhalten Strukturen schaffen, die praktische und angemessene Hilfe für alle Lebenslagen gewähren (Bildung, Gesundheit, usw.). Kenntnisse und Kompetenzen zur Erneuerung des Sozialstaats entstehen aus der Praxis in den Teilgebieten selbst. Vom Materialismus zum Humanismus.

Wer sind die Gewinner und Verlierer?

Gewinner werden Menschen in Gesellschaften sein, die lebenswerte und soziale Bedingungen erschaffen, sodass Menschen in Freiheit (selbstbestimmt), Frieden (körperlich und psychisch) und Gesundheit (Nahrung, Wasser, Luft, Medizin) leben können.
Verlierer werden Menschen in Gesellschaften sein, die Individuen und Umwelt überfordern und hierarchische Zwänge erzeugen, womit Menschen für Autoritäten (fremdbestimmt), Konflikte (körperliche und psychische) und Ausbeutung (von Menschen, Tieren und der Umwelt) leben. 

Research Director SCCH

Interview folgt…

Wissenschaftliche Mitarbeiterin Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)

Interview folgt…

Institutsvorstand am Institut für Arbeitsrecht und Sozialrecht

Interview folgt…

Universitätsassistent (prae doc) Centre of Informatics and Society (C!S)

Interview folgt…

Wissenschaftlicher Mitarbeiter ITA – Institut für Technikfolgenabschätzung Wien 

Interview folgt…