Museum des Wandels: Schneidermeister Rainer Schedler
Mit Nadel und Faden zur Perfektion
Eine traditionelle Schneiderlehre legte den Grundstein für Rainer Schedlers Liebe zu schönen Materialien und gutem Design. Als Schneider realisierte er bald, dass sich die Menschen seine Arbeit nur mehr in Ausnahmefällen leisten wollen. Aber auch als Modekaufmann blieb er seinem Handwerk treu und machte Änderungen nach allen Regeln der Kunst.
Schedler war 1991 Mitinitiator der Triennale „Handwerk & Form“ in Andelsbuch. Für ihn war klar, dass Handwerk nur Zukunft haben kann, wenn auch das Design zeitgemäß ist. Für die Andelsbucher Musikkapelle greift Rainer Schedler auch heute noch zu Nadel und Faden: Die Knopflöcher der Uniformjacken von Hand zu nähen, ist für ihn eine Ehrensache.
Ausstellung: ab 1.12.23 Die Ausstellung wird parallel in der AK Vorarlberg, Feldkirch, und im Werkraum Bregenzerwald, Andelsbuch, gezeigt.
Öffnungszeiten AK Vorarlberg: Mo–Fr, 9–18 Uhr Werkraum Bregenzerwald: Di–Fr, 10–18 Uhr, Sa 10–16 Uhr
Kuratierung: Michaela Feurstein-Prasser Fotografie: Hanno Mackowitz Film & Schnitt: Stefan Krösbacher
Über das Museum des Wandels
In den letzten 150 Jahren hat sich die Arbeitswelt stark verändert. Unser Arbeitsalltag ist wesentlich schneller geworden, technische Errungenschaften haben viele Arbeitsschritte erleichtert, jedoch auch zahlreiche Berufe überflüssig gemacht. Wer kennt sie heute noch, die Blaudrucker oder Weißnäherinnen, die Buchstabengießer oder Laternenanzünder, die Weichensteller oder Aufzugführer?
Im Erdgeschoss der Schaffarei zeigen wir, wie sich diese Veränderungen auf einzelne Menschen ausgewirkt haben. Zweimal im Jahr porträtieren wir anhand zweier Objekte und mittels eines Interviews ein individuelles Arbeitsleben. Mit der Zeit werden diese Geschichten ein digitales Museum des Wandels bilden.